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Lese- und Rechtschreibschwäche: Ein lebenslanges Hindernis überwinden
Christiane Gerhardt zeigt, wie individuelle Unterstützung den Unterschied machen kann
In einem ausführlichen Interview wird das Thema Lese- und Rechtschreibschwäche beleuchtet – dessen Auswirkungen auf alle Lebensphasen und wie gezielte Interventionen helfen können. Christiane Gerhardt, eine Expertin auf diesem Gebiet, berichtet über ihre Arbeit mit einer vielfältigen Klientel im Alter von 9 bis über 60 Jahren. Sie betont, dass frühzeitige Erkennung und das Erlernen einfacher Regeln wie der 2-1-Regel wesentlich für das Überwinden dieser Schwierigkeiten sind.
Besonders merklich ist die emotionale Belastung, die eine unerkannte Lese- und Rechtschreibschwäche mit sich bringen kann. Diese zeigt sich oftmals in Form von psychosomatischen Beschwerden und einem verminderten Selbstbewusstsein. Christiane erklärt, dass die Betroffenen kluge Strategien entwickeln, um ihre Schwäche zu kompensieren.
Ein inspirierendes Beispiel ist ein 61-jähriger Dachdecker, der in einem Wochenendkurs lernte, seine Defizite zu mindern. Solche Geschichten verdeutlichen, dass es nie zu spät ist, um neue Fähigkeiten zu erlernen und Lebensqualität zu verbessern.
Durch Beziehungsarbeit und gezielte Methoden unterstützt Gerhardt die Betroffenen dabei, ihre Ängste vor Buchstaben zu überwinden und das Lesen und Schreiben zu meistern, was nicht nur eine bessere Zukunftsperspektive, sondern auch eine tiefere Lebenszufriedenheit ermöglicht.
Datum: 15.12.2025
